Kinderrheuma hat viele Gesichter

Es gibt viele unterschiedliche, durchaus aber auch Kombinationen von Merkmalen, die auf eine rheumatische Erkrankung hinweisen können. Nachstehend finden Sie einige Beispiele, die Ihre Aufmerksamkeit verdienen, sollten sie bei Ihrem Kind einzeln oder auch zusammen auftreten. Die Intensität kann dabei unterschiedlich sein.

Mögliche Symptome können sein:

  • Morgensteifigkeit – greift Ihr Kind morgens vermindert oder bewegt es sich deutlich weniger?
  • Gelenkschmerzen – klagt Ihr Kind über Schmerzen, z.B. im Kiefer, Schulter, Nacken, Hüfte, Knie, Sprung- und/oder Fußgelenk?
  • Beschwert es sich über Muskel- und Sehnenschmerzen, z. B. in der Ferse, Wade und/oder Arm, Rippenbogen?
  • Fühlen Sie überwärmte und/oder geschwollene Gelenke? Nimmt Ihr Kind eine Schonhaltung ein, um Schmerzen in erkrankten Gelenken zu umgehen?
  • Humpelt es?
  • Hat ihr Kind oder ein Familienmitglied eine Schuppenflechte?
  • Zieht sich das Kind beim Spielen, Toben oder im Sport zurück? Möchte es häufiger als andere Kinder getragen werden?
    Vermeidet es plötzlich geliebte Sportarten, klagt es währenddessen oder danach über Schmerzen?
  • Äußert sich Ihr Kind beim Kauen über Schmerzen? Vermeidet es harte Nahrungsmittel (z.B. Äpfel, Fleisch, Vollkornbrot,
    Karotten – auch ohne über Schmerzen zu klagen)? Bevorzugt es überraschender Weise mit einem Male Suppen
    und Weichspeisen? Klagt es oft über Kopfschmerzen?
  • Ist Ihr Kind lichtempfindlich, äußert es Augenschmerzen und/oder sind sie gerötet?
  • Können Sie Hautveränderungen mit Fieber, Erschöpfung, Müdigkeit und Appetitlosigkeit erkennen?

Treffen einige der genannten Symptome auf ihr Kind zu? Auch wenn sie „gefühlt“ nicht zusammenpassen (z.B. Kiefer tut mit rechtem Fuß weh, Hüfte schmerzt mit linker Hand, Fußgelenk ist geschwollen und tut weh verbunden mit gleichzeitigen Bauchschmerzen)? Wir empfehlen Ihnen sich zeitnah an einen Kinder- und Jugendarzt oder direkt an einen Kinderrheumatologen zu wenden. Bitte schildern Sie ihre Beobachtungen.

Trauen Sie sich, hier gelesenes anzusprechen. Vielleicht spart es kostbare Zeit. Scheuen Sie auch nicht Kontakt zu uns aufzunehmen, wir beraten Sie gern.

Rheumakinder und ihre Eltern brauchen zügig Hilfe!